Luxus im Wohnzimmer: Art Déco Möbel

cc by flickr/ dierk schaefer
Art Déco Möbel sind mit ihrem klaren Design seit den 1920er bis 1940er Jahren sehr beliebt. Die Art Déco Strömung entstand im Frankreich der 1920er Jahre. Gut erhaltene oder restaurierte Möbel sind heute sehr gefragt und werden zu Höchstpreisen gehandelt.
Was ist Art Déco?
Charakteristisch fĂŒr Art DĂ©co Möbel ist die besondere Verarbeitung hochwertiger Materialien und die flĂ€chendeckende Darstellung organischer und floraler Motive, die durch eine elegante Schlichtheit auffĂ€llt. Der Stil ist 1925 in seiner heute gĂ€ngigen Bezeichnung definiert worden: In Paris fand damals die Exposition Art DĂ©coratifs (et Industriels Modernes) statt. Auf dieses Jahr hin wird auch die Geburtsstunde des Möbelstils zurĂŒckdatiert. Geschichtlicher VorlĂ€ufer war der Jugendstil – die Möbel des Art DĂ©co jedoch reduzieren den ursprĂŒnglich flieĂenden Formenstil auf eine geometrische LinienfĂŒhrung und gefĂ€lligere Proportionen. Die Designer nutzen sparsame Ornamente – man betont klare Formen und lĂ€sst die Materialien wirken. Ebenfalls kontrastieren reine Farben, die stark betont werden. Die gegenwĂ€rtigen Möbel dieses Stils zitieren Strömungen des Futurismus, des Kubismus, des Funktionalismus – doch nicht nur aus diesen Epochen der Moderne. Sondern man erinnert auch an den Klassizismus und an altĂ€gyptische Kunst.
Art Déco in der Welt des 21. Jahrhundert
Art DĂ©co Möbel haben schwere Formen und verbinden nicht nur Holz, sondern auch Spiegelglas, Chrom und Stahlrohr miteinander. Die geometrischen Formen werden mit volkstĂŒmlichen, stilisiert floralen und exotischen Motivreihen gerahmt – dies kann in abstrakten Motiven oder gezackten Leisten erfolgen. In Ăsterreich und Deutschland nutzt man einfache Holzarten und Stahl. In Frankreich jedoch verfeinert man die luxuriösen und fantasievollen EinzelstĂŒcke. Hier arbeitet man Eisen, Lack, Emaille, Bronze, Leder, Silber, Glas, Perlmutt und anderes ein – Materialien, die man zwar sparsam, aber wirkungsvoll einsetzt. Die USA kennt den eigenen Stil dieser Möbel. Man zitiert die französische ĂberschwĂ€nglichkeit, nutzt aber unkonventionelle Materialien wie Bakelit oder Aluminium. ZusĂ€tzlich kommen Elemente zum Einsatz, die aus dem funktionalen Bauhausstil bekannt sind. Torpedoförmige Schwunglinien lĂ€sst man hier an einer Vielzahl von Objekten anbringen – dies sind nicht nur Tische, Regale, Sofas und Sessel, sondern auch Feuerzeuge, Leuchten und Schreibecken. Somit handelt es sich bei der gegenwĂ€rtigen Interpretation des Art DĂ©cot um eine Renaissance einer beinahe hundertjĂ€hrigen Tradition, die bis heute und auch weiterhin viele Variationen erfĂ€hrt.

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